Künstliche Intelligenz
Dadurch, dass ich KI anwende, kann ich in relativ kurzer Zeit meine Gedanken und Vorstellungen umsetzen. Die KI unterstützt mich, doch ich gebe die Richtung vor. Ich gebe die Prompts ein und präzisiere sie, bis eines der Ergebnisse meinen Vorstellungen entspricht. Das setzt allerdings voraus, dass ich Vorstellungen habe - das ist der springende Punkt, der gute Ergebnisse von beliebigen oder je nach KI-Anwendung gar falschen unterscheidet. Die Ergebnisse kann ich dann weiterverarbeiten, um sie in die Form zu bringen, die ich möchte. Auch hier muss ich selbst denken und wissen, was ich will. Wie in der Kunst allgemein, gilt es, den Zufall jeweils beim Schopf zu packen, wenn durch Ungenauigkeiten in Prompts oder eigensinnige Interpretationen von Midjourney zusätzliche Inspirationen oder neue Blickwinkel entstehen. Faszinierend dabei ist, wie ChatGPT es in einer etwas philosophischen Unterhaltung mit mir nannte, "die Chancen einer neuen Intelligenz" auszuloten. Das Zusammenwirken menschlicher Kreativität mit KI bringt beeindruckende Ergebnisse hervor.
An dieser Stelle möchte ich auch einige kritische Gedanken einbringen. Im Umgang mit KI bleibt der gesunde Menschenverstand die wichtigste Instanz. Die grösste Gefahr besteht nicht darin, dass KI sich selbständig zu einer Art Terminator entwickeln könnte, sondern vielmehr, dass Menschen, sei es aus Fauhlheit, sei es aus Effizienzdruck, immer mehr Fertigkeiten an KI-Tools delegieren, so freiwillig Macht und Kontrolle abgeben und letztendlich ihre Freiheit.
Nebst der internationalen und nationalen gesetzlichen Regelung Künstlicher Intelligenz müssen in den Schulen Medienkompetenz und der kritische Umgang mit KI ebenso Platz finden wie das Erlernen von Grundkompetenzen, die unsere menschliche Kultur ausmachen. Mit der Sprache artikulieren wir unsere Gedanken und Ideen. Durchs Schreiben ordnet sich unsere Gedankenwelt. Mathematik eröffnet uns das Verständnis für die gesamten Naturwissenschaften und nicht zuletzt über die Funktionsweise, die Kontrolle und die Weiterentwicklung von KI.
Ein weiterer Aspekt ist die etwas provokative Frage, wieweit wir uns nicht mehr als Menschen miteinander unterhalten wollen und nur noch unsere LLMs sich über E-Mail austauschen. Was zählt am Ende mehr - ein echter Austausch unter Menschen oder die perfekt formulierte E-Mail?
Wir müssen uns zudem bewusst sein, dass für Gedanken und Aktivitäten gewisse Hirnareale zuständig sind, die verkümmern, wenn sie längerfristig nicht genutzt werden. Eine Evolution oder eine Devolution?
KI fasziniert mich, und ich experimentiere gerne mit den verschiedenen Tools. Ich bin überzeugt, dass sie unseren Alltag erleichtern und effizient gestalten kann. Wir müssen uns aber bewusst sein, was uns als Menschen ausmacht und das keinesfalls einer KI überlassen. Die Gedanken und Texte auf dieser Website entstanden übrigens nicht über KI. Es sind meine eigenen.
Hier unten finden Sie einige meiner KI-Experimente. Midjourney kreiert die Bilder, Pika nehme ich zur Hilfe, um Videos zu generieren, und Suno, um die Musik zu komponieren, neuerdings auch für die Lyrics. Ich prompte, wähle aus und schneide.
Beispiel einer Bildentwicklung mit MidjourneyMein aktuellster KI-Musikclip: "Do You Know Who I Am?"
Werkzeuge, KI, Roboter, Profit, Geld, Macht, Ketten, gefangene Seelen. Wer bin ich? Wer bist du?
KI-Video "Universum", erstellt als Teil der Lightshow "Dimensionen, Elemente und Supernovas" an der Langen Nacht der Kirchen vom 23. Mai 2025 in der reformierten Kirche in Beringen
Bericht zur Langen Nacht von Pfr. Jutta Schenk
Bericht zur Langen Nacht im Klettgauer Boten
